Never Ending Story …
Nach Fristsetzung habe ich meine Alpine am 16.02. mit freudiger Erwartung abgeholt – die Ernüchterung folgte sofort:
Das Fahrzeug stand von insgesamt vier Wochen rund 3,5 Wochen unberührt in einer Ecke der Werkstatt.
Ich habe der Werkstatt vorab klar mitgeteilt, dass ich das Fahrzeug ohne Reparatur oder ohne einen eindeutigen Ausschluss eines erneuten Auftretens des Fehlers nicht entgegennehmen werde.
Daraufhin wurde mir schriftlich zugesichert, dass das Problem ernst genommen und mit Hochdruck daran gearbeitet werde. Am Ende des Tages stellte sich das jedoch als leere Versprechung heraus:
Bei der Abholung wurde mir mitgeteilt, dass keinerlei weitere Arbeiten am Fahrzeug durchgeführt wurden. Alpine übernimmt schlicht keine Kosten für weiterführende Diagnosen, weshalb man mir auch schriftlich nahegelegt hatte, das Fahrzeug nach Feierabend „mitzunehmen“.
Also habe ich die Alpine wieder abgeholt. Die Rückfahrt verlief zunächst problemlos.
Doch damit war das Thema nicht erledigt.
Am Wochenende – nach mehreren frostigen Tagen – wurde es wärmer, der Schnee taute, hohe Luftfeuchtigkeit bei einstelligen Plusgraden. Genau unter diesen Bedingungen tritt die Bremsproblematik erneut massiv auf.
Mehrfach kam es wieder vor, dass die Bremse nahezu keine Wirkung zeigte.
Dieses Mal habe ich gezielt die Live-Daten beobachtet, insbesondere den Bremsdruck. Dabei ist klar festzustellen, dass extrem hoher Bremsdruck nötig ist, um das Fahrzeug überhaupt zum Stillstand zu bringen. Gestern habe ich versucht, das Problem gezielt zu reproduzieren:
Fahrzeug gestartet, losgefahren – und am Ende meiner Privatstraße erneut keine Bremswirkung. Ich musste ungewöhnlich viel Kraft aufbringen, um eine Verzögerung zu erreichen. Subjektiv wirkt es so, als würde die Beinkraft nicht 1:1 auf die Bremswirkung übertragen. Der rote Balken der hydraulischen Anzeige wanderte dabei bis etwa 1-Uhr-Position auf der Skala.
Ich bin anschließend ca. 5 km Überland gefahren, nasse Fahrbahn, Geschwindigkeit etwa 70–80 km/h. Am Ende der Strecke ein Stoppschild:
Zuerst Rekuperation, dann Fußbremse – keine Verzögerung. Ich musste extrem stark bremsen, um nicht in die kreuzende Fahrbahn zu geraten. Auch hier wanderte der rote Balken sehr weit nach oben. Aufgrund der brenzligen Situation konnte ich die Anzeige nur eingeschränkt beobachten.
Bislang trat das Problem überwiegend bei niedrigen Geschwindigkeiten auf – umso erschreckender war diese Situation.
Heute habe ich erneut die Assistance kontaktiert. Das Fahrzeug wird wieder in die Werkstatt geschleppt.
Ich werde damit keinen Meter mehr fahren, bis die Ursache eindeutig gefunden und behoben ist.